Amateur schlägt Profi bei Heads-Up – Das Poker Duell
Am Mittwoch Abend, den 8. April, begann die siebte Austragung der mittlerweile etablierte Serie Heads Up – Das Poker Duell. In der Sendung “Heads Up” auf DSF lieferten sich wie immer acht Inernetqualifkanten spannende Heads-Up-Duelle, um am Ende einen Sieger zu ermitteln, der sich einen der begehrten Plätze für das große TV-Finale sichert. Mittwoch Abend schaffte dies der Sachse aus Riesa, René Kalies. Er durfte sich am nächsten Tag auf seine große Chance im Wettstreit mit sieben anderen Tagessiegern freuen. DSF strahlt am 20. Mai 2009 die vorläufig letzte Sendung aus, in der es zum großen Showdown kommt. Als Tagessieger durfte sich Kalies wie alle seine Vorgänger auch, am Ende der Sendung im Heads-Up gegen mit einem gestandenen Profi messen. Sein Gegner war Rino Mathis, der sich als erster Profi einem Qualifikanten im finalen Duell geschlagen geben musste. Für den Sachsen bedeutete das eine hübsche Gewinnsumme von 10.000 Euro sowie ein wohl unvergessliches Erlebnis.
Reinkemeier gewinnt Spring Championship of Online Poker
Heute haben wir interessantes über die Spring Championship of Online Poker (SCOOP) zu berichten. Die deutschen Spieler feiern weiterhin große Erfolge bei der Prämerie der SCOOP auf PokerStars.de. Tobias Reinkemeier gewann das NLHE-Heads-Up-Turnier mit einem Buy-In von 1.575 Dollar. In den drei Heads-Up-Turnieren mit Buy-Ins von 16,50 Dollar, 162 Dollar und 1.575 Dollar kämpften insgesamt 10.690 Spieler gegeneinander. Für die Königsklasse hatten sich insgesamt 450 Spieler eingeschrieben, unter ihnen auch Johnny Lodden, Victor Ramdin und Weltmeister Peter Eastgate. Eastgate hielt sich mit Platz 21 und einem Preisgeld von 5.400 Dollar achtbar, den Stempel drückten diesem Turnier aber andere Spieler auf. Tobias Reinkemeier aus Cuxhaven qualifizierte sich für das Halbfinale, wo er dann auf PlayaPlz traf. Reinkemeiers Paar Sieben hielt dann letztendlich in der entscheidenen Hand gegen die Overcards seines Gegners. Als dann das Finale anstand, musste sich Tobias Reinkemeier gegen den Schweden backmanslivs (Pseudonym) auseinandersetzen. In der entscheidenen Hand hatte der Schwede auf dem Flop ein Two Pair getroffen, aber Reinkemeier hatte mehr Glück und traf einen Open-ended-Straight Draw. Damit holte er sich den Turniersieg.
WPT im Foxwoods – Russe Trincher gewinnt
Die World Poker Tour im Foxwoods ist zu Ende gegangen, der glückliche Gewinner war diesmal der Russe Vadim Trincher. Durch seinen Sieg wurde ein Turnier über die Runden gebracht, dass längst zu einer Posse geraten war. Die Veranstalter des WPT-Turnieres im Foxwoods dürften sehr erleichtert darüber sein. Denn das letzte Turnier vor dem großen Finale im Bellagio hatte sich zäh wie ein Kaugummi hingezogen. Der Final Table wurde letztlich mit nur fünf Spielern ausgetragen. Der gebürtige Russe Vadim Trincher war in den letzten Tagen als Chipleader gegangen, schlussendlich konnte er sich dann im Heads-Up mit Amnon Filippi auch den Turniersieg sichern und damit auch 731.079 Dollar Siegesprämie sichern. Amnon Filippi raiste in der entscheidenen Hand vor dem Flop, Trincher callte. Der Flop brachte J ♠ 5 ♠ 5 ♦ und Trincher checkraiste seinen Gegner. Dieser ging schließlich mit J ♣ 4 ♦ All-In. Trincher callte mit 7 ♠ 6 ♠. Schon der Turn brachte Trincher mit 8 ♠ den Flush, worauf seinem Gegner nur noch ein Full House hätte helfen können. Doch mit dem K ♠ auf dem River war es dann endgültig vorbei und das Turnier entschieden. Filippi musste sich mit Rang 2 begnügen. Die 409.405 Dollar die er trotzdem abräumen konnte, werden ihm dabei sicherlich ein kleiner Trost sein. Die WPT Championship im Bellagio findet am 18. April 2009 zeitgleich mit der EPT in San Remo.
Razzia bei illegaler Pokerrunde in Bremen
Letzten Sonntag, den 5. April, stürmten Beamte der Polizei Bremen einen Pokerclub in der Alfred-Nobel-Straße in Bremen-Hemelingen, aufgrund des dringenden Tatverdachts, dass ein 42-jähriger dort Cash Games veranstaltet. Als die Beamten das Gebäude stürmten, fanden sie in den Räumlichkeiten des sogenannten Event Clubs, zwei Pokerrunden mit jeweils sieben Spielern vor. Obwohl sich an der Türne ein Schild mit der Aufschrift: “Nur für Clubmitglieder” befand, trafen die Polizisten dennoch auch auf Nicht-Clubmitglieder.
Ausserdem entstand der Eindruck, dass diese Runden regelmäßig stattfinden. Die Spieler mussten eine Gebühr an den Betreiber zahlen. Insgesamt konnten meherere Tausesend Euro Bargeld sichergestellt werden. Der Betreiber wurde natürlich erkennungsdienstlich behandelt und wieder entlassen. Er verweigerte die Aussage. Hinzu kommt noch, dass in dem Club Alkohol gegen Geld ausgeschenkt wurde, obwohl der Besitzer gar keine gewerbe- oder gaststättenrechtliche Erlaubnis vorlag. Trotzdem servierten Kellner den Spielern Getränke und Speisen. Da Poker in Deutschland nach wie vor verboten ist und als Glücksspiel gilt, sieht es für den Betreiber des Spielclubs nicht gut aus. Er hat gleich gegen mehrere Vorschriften verstoßen. Auch die angetroffenen Spieler könnten bestraft werden, da auch die Teilnahme am illegalen Glücksspiel bestraft werden kann. Na da braucht der Betreiber des Spielclubs wohl einen guten Anwalt…
Erste deutsche Poker-Serie
In letzter Zeit hat man von Stefan Schüttler, dem Präsident von Bad Beat Berlin e.V. eher wenig gehört oder gelesen. Das könnte damit zusammenhängen, dass er mit Freunden an einem ganz neuen Projekt gesessen hat. Dieses wird nun der Öffentlichkeit präsentiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, rausgekommen ist Deutschlands erste Pokersoap, die “Poker, Leib und Seele” heisst. Nach den Aussagen von Stefan Schüttler, ist Poker wie das Leben. So kam er wohl auf die Idee eine Pokersoap zu machen. Natürlich könnte es hier noch ein paar weitere Einfälle geben, aber unter dem eingängigen Motto der Sendung: “Poker, Leib und Seele”, haben nun eine Frau und verschiedene Protagonisten gemeinsam ein Projekt gestartet, das weltweit Seinesgleichen sucht. Inzwischen sind bereits zwei Folgen online, nach und nach werden Sie regelmäßig weitere Folgen und Überraschungen dort finden. In der ersten Folge hat man sich dem Thema Mathematik beim Poker und anderen Gelegenheiten angenommen. Auch in der nächsten, also der zweiten Folge, scheint man die Welt aus ganz verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Schweiz: Pokerskandal schlecht hin
Eigentlich sollte es das größte Pokerturnier in der Schweiz werden, doch die vorangemeldeteten Spieler erlebten nun bereits vor Turnierbeginn eine böse Überraschung. Ursprünglich sollte das Turnier “Euro Live Poker” am 29. und 30. Mai in den Olma-Hallen ausgerichtet werden. Insgesamt 1.200 Spieler sollten an den Tischen Platz nehmen und zocken. Die offensive Werbung, die für dieses Event geschaltet wurde, war wahrscheinlich nicht ohne Wirkung geblieben, denn bis zum Wochenende waren bereits über 1.000 Voranmeldungen eingegangen. Über 900 Spieler hatten das Startgeld von 225 Franken schon einbezahlt. Diese 900 Spieler dürften sich am gestrigen Montag wohl sehr gewundert haben, denn sie wurden über Email darüber informiert, dass das Turnier nicht stattfinde. Der Grund für die Absage des Turnieres ist der, dass sich der Geschäftsführer und Eigentümer des Veranstalters seit zwei Wochen in Untersuchungshaft befindet. Die Festnahme soll zwar nicht unmittelbar was mit dem Pokerturnier zu tun, er soll aber schon seit 6 Jahren wegen umfangreichen Betrugs gesucht.
Derzeit steht noch in den Sternen, ob die Spieler, die ihr Startgeld schon eingezahlt haben, ob sie die geleistetetn 225 Franken überhaupt wiedersehen werden. Allen Anschein nach, ging es dem Betrüger nur darum, möglichst viele Vorangemeldetet abzukassieren und sich mit dem Geld aus dem Staub zu machen. Man vermutet, dass das Turnier auch nicht stattgefunden hätte, wenn der Veranstalter sich noch auf freiem Fuß befinden würde.


